Die sieben Bestandteile des Notfallplans
Der Plan muss auch dann funktionieren, wenn E-Mail, Cloud-Ablage oder Firmennetz nicht verfügbar sind. Halte deshalb die wichtigsten Informationen zusätzlich offline bereit.
- Auslösekriterien und interne Alarmierung
- Entscheidungsrollen mit Stellvertretungen
- Kontakte zu IT-Partner, Versicherung, Behörden und Kommunikation
- Sofortmassnahmen für Eindämmung und Beweissicherung
- Prioritäten und Ersatzverfahren für den Notbetrieb
- Reihenfolge und Kriterien für die Wiederherstellung
- Dokumentation, Meldungen und Nachbearbeitung
Die erste Stunde vorbereiten
In der ersten Phase zählt kontrolliertes Handeln. Unkoordinierte Neustarts, voreilige Kommunikation oder das Löschen möglicher Spuren können die Lage verschärfen.
- 01
Lage melden
Beobachtungen, Zeitpunkt, betroffene Systeme und bereits ausgeführte Schritte festhalten.
- 02
Verantwortliche aktivieren
Entscheidungsrolle und technische Einsatzleitung nach dem vorbereiteten Kontaktplan erreichen.
- 03
Ausbreitung begrenzen
Betroffene Systeme nach fachlicher Anweisung isolieren und wichtige Spuren erhalten.
- 04
Betrieb priorisieren
Kritische Leistungen, sichere Ersatzverfahren und Kommunikationsbedarf beurteilen.
Notbetrieb ist mehr als ein Backup
Ein Backup hilft nur, wenn es erreichbar, unverändert und wiederherstellbar ist. Gleichzeitig müssen Mitarbeitende wissen, wie Aufträge, Termine, Zahlungen oder Kundenkontakte während eines Ausfalls bearbeitet werden.
Definiere für kritische Prozesse einen minimalen Notbetrieb: erlaubte Hilfsmittel, manuelle Schritte, Freigaben, Datennachführung und die Rückkehr zum Normalbetrieb.
Den Plan testen, bevor er gebraucht wird
Eine kurze Tischübung deckt fehlende Telefonnummern, unklare Entscheidungen und unrealistische Wiederanlaufzeiten schnell auf. Spiele mindestens ein konkretes Szenario durch.
- Ransomware auf einem zentralen System
- kompromittiertes E-Mail-Konto der Geschäftsleitung
- Ausfall eines wichtigen Cloud-Dienstes
- Verlust eines Geräts mit sensiblen Daten
